Umbauphase 3 (Umbau zum Gespann)

In der dritten Phase des Umbaus fand der hauptsächliche Umbau der Sportster zum Gespann statt. Der Beiwagenrahmen wurden gebaut und provisorisch befestigt. Das Boot wurde entwickelt und gebaut.

 

Stand 27.12.2010:

 

Am 27.12.2010 kam die Sportster von der Fa. Stern zurück. Motorradseitig wurden folgende Umbauarbeiten durchgeführt:

 

Hinterrad:

Stern-Aluverbundrad 5,5 x 15, 32-fach verschraubt mit gefrästem Radstern, pulverbeschichtet (orange/schwarz), Autobereifung 185/65 R15 und gespanngeeignete Federbeine von IKON

 

Vorderrad:

Schwingengabel komplett, Stern-Aluverbundfelge, 32-fach verschraubt mit gefrästem Radstern, pulverbeschichtet 4,5 x 15 (orange/schwarz), Autobereifung 165/65R15

 

Beiwagen:

Stern-Universalfahrwerk noch unlackiert, gezogene Schwinge mit IKON-Federbein, Spurbreite 128 cm

 

Der Beiwagen ist noch mit einem “Dummy”-Rad ausgerüstet, bekommt aber später die gleiche Verbundfelge wie am Motorrad. Die Bremszangenhalter fehlen ebenfalls überall noch und werden später nachgerüstet. Auch die Verbindungsstreben zum Motorrad sind noch nicht endgültig sondern vorerst provisorisch angeschweisst.

 

Der aktuelle Bauzustand soll jetzt erst einmal dazu dienen das Beiwagenboot zu “designen” und meinen Vorstellungen entsprechend als Modell aufgebaut zu werden, bevor das Gespann im April 2011 zur Fa. Schöne Linie geht. Dort sollen dann meine Vorstellungen so gut es geht in einem GFK-Boot umgesetzt werden.

 

Motorradseitig werde ich nebenbei noch die Elektrik für den Beiwagenbetrieb steckerfertig anpassen. All dies soll bis Ende März 2011 fertig sein.

 

 

Hier die Bilder vom aktuellen Zustand des Gespannes:

 

 

Die ausgebauten Teile wie Hinterrad, Vorderrad, Vorderradgabel, hintere Federbeine, etc. werden verkauft (eBay, etc.) und der Erlös geht dann gleich in die nächste Umbaustufe.

 

Stand 03.03.2011:

 

Die vergangenen Wochen wurden dazu genutzt das Beiwagendesign zu verfeinern. Die reale Umsetzung hing dann natürlich später von den Möglichkeiten der Firma Schöne Linie ab, die in den nächsten Wochen die GFK-Bearbeitung durchführte.

 

Im ersten Schritt wurde die Grundplatte aus Holzplatten hergestellt, der Sitz in seine Position gebracht und festgeschraubt.

 

Auf die Holzplatte aufbauend wurde mit Styropor und PU-Schaum die Bootsform in groben Zügen modelliert.

 

Zielsetzung für das Beiwagendesign war eine Sitzposition hinter dem Kotflügel. Die ideale Sitzposition aus Sicht der Physik ist eigentlich direkt über der gedachten Achse Beiwagenrad - Hinterrad Motorrad. Durch den nach hinten verschobenen Sitz kommt es quasi aufgrund des Hebelarms zu einer Entlastung des Vorderrades. Allerdings wird das als so gering gesehen dass wir dies vernachlässigen. Vorteil der vorgesehenen Sitzposition: Man kann sich beim Fahren gut in Rechtskurven nach rechts hinauslehnen und damit den Schwerpunkt verlagern was höhere Kurvengeschwindigkeiten zulässt Dies sieht man bei Renngespannen ja auch sehr häufig.

 

 

In die Bilder hinein wurden dann die Vorstellungen bzw. Vorgaben für die Bootserstellung eingearbeitet: Scheibe, Position Beleuchtung, etc.

Stand 16.03. 2011:

 

An diesem Tag wurde die Sportster zur Firma “Schöne Linie” gebracht wo das GFK-Boot entstehen soll. Jürgen Mayerle, der Inhaber von “Schöne Linie”, hat sich auf die Prototypenherstellung von GFK-Modellen spezialisiert und ist gerade im Gespann-Bereich kein Unbekannter, insbesonders nachdem er selbst Gespann fährt und sein Gespann sowieso ein ganz besonderes Einzelstück ist.

 

Hier zwei Bilder vom 16.03.2011, nachdem wir uns vor Ort Gedanken gemacht hatten, aus welcher bestehenden Form wir das Boot machen wollten. Im “experimentellen” Stil haben wir diverse Dinge ausprobiert und sind dann wie folgt stehen geblieben:

 

 

Man sieht hier natürlich nur die Negativform aus der später der vordere, obere Bootskörper erzeugt wird. Als Boden kommt eine GFK-Sandwichplatte zum Einsatz (hier erst einmal durch eine Holzplatte dargestellt). Den Sitz haben wir gleich beschnitten, um sich die zukünftige Optik bessere vorstellen zu können.

Im Gespräch vor Ort fiel auch die Entscheidung den hinteren Abschluss ganz anders zu gestalten, sprich das Boot offen zu lassen, so dass die Sitzlehne den Abschluss bildet.

 

Stand 27.03 2011:

 

Ein erster Zwischenstand zeigt die gefertigte, vordere Bootsform, sowie den Kotflügel für den Beiwagen. Die Optik wirkt schon wieder etwas gefälliger.

 

Stand 09.04.2011:

 

Ein weiterer Vor-Ort-Termin bei Jürgen Mayerle. Diesmal waren weitere Komponenten fertig aber noch nicht endgültig miteinander verbunden. Es ging jetzt darum die endgültigen Festlegungen zu treffen bevor das Boot fertigt gestellt wird.

 

Festgelegt wurden Themen wie:

a) genaue Position des Sitzes

b) Kontur und Form der beiden Staufachbereiche links und rechts des Sitzes

c) Position eines möglichen Zusatztanks

d) Position des LED-Tagfahrlichts, Ausführung des dazugehörigen Gehäuses

e) Position von Blinker und Begrenzungsleuchte, Ausführung des dazugehörigen Gehäuses

f) Höhe der Scheibe

g) Ausführung und Distanz der Beiwagenwand zwischen Boot und Motorrad

h) Ausführung Kotflügel Beiwagen

i) Designausführung des Übergangs Gehäuse Tagfahrleuchte zu Kotflügel)

k) Konzeption Verschlussdeckel zu Stauräumen

l) Modifikation Sitz

m) Modifikation “Armaturentafel”

n) Positionen von Haltegriffen

o) diverse und viele andere Kleinigkeiten

 

Und hier die weiteren Bilder die den nächsten Zwischenstand festhalten:

 

 

Am 07.05.2011 konnte die Sportster wieder geholt werden.

 

Weiter geht es jetzt mit der Phase 4

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